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Sue James

Rassestandard des Border Collies

Die International Sheepdog Society (ISDS, gegr. 1906) hat bis heute noch keinen Rassestandard für Border Collies herausgebracht. Für diese Züchtervereinigung zählt ausschließlich die Arbeitsleistung des Hundes am Hüteobjekt.

Der von der FCI herausgegebene Rassestandard ist im Vergleich zu anderen Hunde-
rassen relativ großzügig ausgelegt. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen
„Show-Border Collies” und “Arbeits-Border Collies”.

Jede VDH / FCI - anerkannte Rasse von Hunden wird weltweit nach einem einheitlichem anerkannten Standard gezüchtet.

FCI-Standard Nr. 297 des Border Collies vom 08.09.1988

Ursprungsland: Großbritanien

Klassifikation: Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde)

1. Allgemeines Erscheinungsbild

Die allgemeine Erscheinung soll die eines gut proportionierten Hundes sein, wobei die geschmeidigen Außenlinien Qualität, Anmut und vollkommene Harmonie in Verbindung mit genügend Substanz zeigen, wodurch der Eindruck entsteht, dass der Hund zu ausdauernder Leistung fähig ist.
Jegliche Tendenz zu Plumpheit oder Schwäche ist unerwünscht.

2. Wichtige Maßverhältnisse (Proportionen)

Oberkopf und Nasenrücken etwa gleich lang. Der Körper soll im Vergleich zur Schulter- höhe etwas länger sein.

3. Verhalten (Wesen) und Charakter

Entschlossen, aufgeweckt, aufmerksam, führig und intelligent, weder nervös noch
aggressiv. Beharrlich, hart arbeitender Hütehund von großer Lenkbarkeit.

4. Kopf

Oberkopf:  Schädel ziemlich breit, Hinterhaupthöcker nicht ausgeprägt.
Stop: Sehr ausgeprägt.
Nase: Schwarz, außer bei braunen oder schokoladenfarbenen Hunden, wo sie braun sein darf. Bei blauen Hunden sollte sie schiefer-farben sein. Nasenlöcher gut entwickelt.
Schnauze: Fang, sich zur Nase hin verjüngend (spitzer werden), mäßig kurz und kräftig.
Backen: Weder voll noch abgerundet.
Zähne und Kiefer: Kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, d. h. ein Gebiß, bei dem die Schneidezähne des Oberkiefers knapp über die Schneidezähne des Unterkiefers greifen, wobei sie senkrecht zum Kiefer gestellt sind.
Augen: Weit auseinanderstehend, oval, von mittlerer Größe und braun, außer bei Merle, wo ein Auge oder beide teilweise oder ganz blau sein dürfen. Ausdruck sanft, aufgeweckt, aufmerksam und intelligent.
Ohren: Ohren von mittlerer Größe und Textur, weit auseinanderstehend, aufrecht oder halb aufrecht getragen, ausdrucksvoll beweglich.

5. Hals

Von guter Länge, kräftig und muskulös, leicht gewölbt, zu den Schultern hin breiter werdend.

6. Körper

Körper von athletischem Aussehen.
Brust: Tief und ziemlich breit. Rippen gut gewölbt.
Lenden: Tief und muskulös, aber nicht aufgezogen.
Kruppe: Breit und muskulös, von der Seite gesehen anmutig zum Rutenansatz hin verlaufend.
Rute: Mäßig lang, mit ihrem letzten Wirbel mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, tief angesetzt, gut behaart, mit einem Aufwärtsschwung am Ende, der die anmutige Außenlinie und Harmonie des Hundes abrundet. Im Erregungszustand kann die Rute höher, aber nie über den Rücken getragen werden.

7. Gliedmassen

Vorderhand: Vorderläufe von vorne gesehen parallel, Fesseln von der Seite bebetrachtet leicht schräg gestellt. Knochen kräftig, aber nicht grob. Schultern gut zurückgelegt, Ellenbogen dicht am Körper anliegend.
Pfoten: Pfoten oval, Ballen gut gepolstert, kräftig und gesund, Zehen gewölbt, eng aneinanderliegend, Krallen kurz und kräftig.
Hinterhand: Oberschenkel lang, kräftig und muskulös, mit gut gewinkelten Kniegelenken und kräftigen tief liegenden Sprunggelenken. Vom Sprunggelenk bis zum Boden starker Knochenbau. Hinterbeine von hinten gesehen parallel.

8. Gangwerk

Die Bewegung soll frei, fließend und unermüdlich sein, wobei die Pfoten möglichst wenig gehoben werden, damit sich der Hund schleichend, mit großer Geschmeidigkeit und großer Geschwindigkeit bewegen kann. 

9. Haarkleid

Beschaffenheit des Haares: Zwei Fellvarietäten sind anerkannt, eine mäßig lange und eine stockhaarige.

Bei beiden Varietäten ist das Deckhaar dicht und von mittlerer Textur, Unterwolle weich und dicht, was dem Border Collie einen wetterfesten Schutz verleiht. Bei der mäßig langen Fellvarietät bildet das reichliche Haarkleid Mähne, Hosen und Fahne. An Gesicht, Ohren, Vorderläufen (ausgenommen Federn) und Hinterläufen vom Sprunggelenk bis zum Boden soll das Haar kurz und glatt sein.
Farbe: Eine Vielfalt von Farben ist erlaubt, wobei weiß nie vorherrschen soll.

10. Größe und Gewicht

Idealhöhe: Rüden 53 cm
Hündinnen etwas weniger, mind. 48 cm

11. Hoden

Rüden müssen zwei äußerlich normale, gut in den Hodensack abgestiegene Hoden aufweisen.

12. Fehler

Jede Abweichung von den genannten Punkten soll als Fehler gesehen werden, wobei deren Gewichtung der Schwere des Fehlers Rechnung tragen soll.

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