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Sue James

Multidrug-Resistenz (MDR1)

An der Oberfläche von Endothelzellen ist der MDR1-Transporter lokalisiert. Dies sind Zellen, die die Wand von Blutgefäßen von innen auskleiden. Der Transporter ist dafür zuständig, dass giftige Verbindungen und bestimmte Arzneimittel in den kleinsten Blutgefäßen des Gehirns zurückgehalten werden, als Schutz für das Gehirn (Blut-Hirn-Schranke).

Liegt ein Defekt im MDR1-Gen vor, geht dieser Schutz verloren und die schädlichen Substanzen können ungehindert ins Nervengewebe eindringen. Dabei kann es zu Bewegungs- und Koordinationsstörungen, Zittern, Benommenheit, Erbrechen, ver- mehrtem Speichelfluss, Desorientierung und im schlimmsten Fall bis zu komatösen Zustand sowie bis zum Tod des Hundes kommen.

Das wohl bekannteste Medikament, welches befallene Hunde nicht bekommen dürfen, ist „Ivermectin“. Eine Liste weiterer Arzneimittel liegt den Tierärzten vor.

Der MDR1-Gendefekt kann durch einen Gentest ermittelt werden.

Unterschieden wird in:

Gentyp: + / + kein Gendefekt (frei)
Gentyp: -  / + bedingter Gendefekt, verschiedene Medikamente sollten nur unter Aufsicht gegeben werden
Gentyp: -  /  - Gendefekt, keine Blut-Hirn-Schranke, Vorsicht bei Arznei mitteln

Zur Zuchteinstufung wird der MDR1-Gentest noch nicht heran gezogen.

Dieser Gentest ist, wie bei allen anderen beschriebenen Gentests, freiwillig und nicht zwingend vorgeschrieben. Der Eigentümer des Hundes kann den Gentest anordnen. Er muss nicht unbedingt auch Züchter sein.

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